Allgemeines

Die implantologie ist eine anerkannte, vollwertige methode, fehlende zähne durch künstliche zahnwurzeln zu ersetzen. diese ermöglichen die befestigung von kronen bzw. prothesen, und damit die wiederherstellung der kaufunktionen. bei regelmässiger pflege und kontrolle sind die erfolge mit implantaten hervorragend.

durch eine implantatversorgung werden nachbarzähne nicht beschliffen. ihre gesunde zahnsubstanz bleibt vollständig erhalten. einzelne ersetzte zähne fühlen sich an und funktionieren wie die eigenen. implantatgetragene zähne geben ein sicheres gefühl.
prothesen, die oft locker waren und schlecht hielten, bekommen einen festen halt: keine schmerzhaften druckstellen mehr. wieder frei sprechen und alles essen können. der kiefer bleibt in seiner form erhalten,der knochenabbau wird minimiert. das gesicht behält seine natürliche mimik.

Bei uns

bei uns werden einteilige implantatsysteme in einem einzigen, quasi unblutigen behandlungsschritt, transgingival (durch die schleimhaut) gesetzt.
Mit hilfe des co2 lasers wird ein zugang zum knochen durch die schleimhaut gelasert, welcher dem durchmesser des implantats entspricht. gleichzeitig wird die oberfläche dekontaminiert und sterilisiert. minimalinvasive schlüsselloch-chirurgie: kein zahnfleischaufklappen, und keine naht. dies hat eine perfekte gewebeerhaltung und regeneration zur folge. das prinzip ist mit einer holzschraube zu vergleichen, welche den knochen beim eindrehen seitlich verdichtet (nicht aufbohrt). wir erreichen somit eine wesentlich bessere primärstabilität. deshalb kann das implantat sofort versorgt, und sukzessive belastet werden. mimi greift die modernen erkenntnisse der chirurgischen orthopädie auf, denen zufolge knochen ein gewisses „knochentraining“ benötigt, um seine natürlichen umbauvorgänge optimal durchführen zu können, d.h. sofortbelastung ist erwünscht. keine einheilzeit von monaten und lastfreie ruhe. knochen braucht training wie ein muskel. aus inaktivität ergibt sich atrophie und schwächung. in der regel treten weder schwellung noch schmerz auf, da keine grossflächige verletzung der sensiblen knochenhaut erfolgt. jeder erinnert sich an eine schienbeinprellung, wo die knochenhaut (periost) nicht durch muskel von der aussenhaut geschützt ist. einzelne patienten berichten von einem leichten druckgefühl, lediglich am selben tag, dem man mit kühlung und einem schmerzmittel begegnen kann. die überwiegende zahl der gesetzten implantate nach dem erweiterten, mit laser assistierten mimi verfahren (l.a.m.i.m.i.), sind sofort belastbar. falls provisorien benötigt oder gewünscht werden, sind diese fest, durch den patienten nicht abnehmbar, und in derselben sitzung befestigt. die endgültige arbeit wird meist innerhalb einer, in ausnahmen spätestens nach acht wochen eingesetzt. zum verankern oder stabilisieren von abnehmbarem zahnersatz, werden die implantate sogar noch am selben tag in die bestehende prothese eingegliedert.

Ueblicherweise

Werden zweiteilige, konventionelle, oder klassische implantatsysteme zweizeitig, das heisst in zwei behandlungsphasen angewandt.

Zunächst wird in einer ersten operation die schleimhaut mit dem skalpell aufgeschnitten und zur seite geklappt. im freiliegenden knochen wird das eigentliche implantat inseriert (der knochen wird bis zur durchmessergrösse des implantats vorgängig aufgebohrt). anschliessend wird die schleimhaut wieder vernäht. nach einer einheilzeit von mehreren monaten erfolgt ein zweiter eingriff mit der wiedereröffnung des unter der schleimhaut im knochen angewachsenen implantats. erst danach kann der implantataufbau aufgeschraubt und zum befestigen einer krone in einem weitern schritt verwendet werden. zu vergleichen mit einem gebohrten loch in der steinwand. der dübel entspricht dem implantat, und die dazu passende schraube dem implantataufbau oder abutment. diese methode enthält allerdings systembedingte risiken . verschraubungen können sich lösen oder brechen. der verbindungsbereich (mikrospalt) ist durch saug-und pumpbewegungen beim kauen, im grunde nicht bakterien-toxinen dicht, so dass eine entzündung (periimplantitis) auftreten kann. durch die vorgängige schleimhautaufklappung wird die ernährung des knochens über die knochenhaut unterbrochen, und hat somit eine beschwerliche wundheilung, oft schwellung zur folge. für eine stabile verbindung ist ein relativ großer implantatdurchmesser nötig. dies erfordert in vielen fällen einen zusätzlichen knochenaufbau.

Sofortimplantat

unter sofortimplantation versteht man das einsetzen eines implantats sofort im anschluss an die entfernung des natürlichen zahnes. durch den umgehenden ersatz der fehlenden zahnwurzel mit einem implantat wird knochenverlust vermieden. es kann auf knochenaufbau oder sinuslift verzichtet werden. in nur einer sitzung und mit nur einer betäubung ist somit der ganze operative teil abgeschlossen, d.h. zahnentfernung-implantatversorgung-kronenprovisorium. die durch den entfernten zahn entstandene lücke wird vor allem in sichtbarer, ästhetischer zone unmittelbar durch einen festsitzenden temporären ersatz verschlossen. mit der erbium yag laser anwendung kann auch in chronisch entzündetem knochen unverzüglich implantiert werden. damit wird das gewebe wiederum dekontaminiert und sterilisiert. die gesamte behandlungsdauer beträgt auch hier i.d.r. eine, bis maximal acht wochen. somit verkürzt diese methode die zeitspanne für den kompletten zahnersatz gewaltig.

Implantatsystem

wir arbeiten nach dem mimi verfahren, nicht zu verwechseln mit « mini »implantaten, welche meist aus grad v legierungen (90% titan) bestehen, und durchmesser reduziert sind. wir verwenden (grad iv 99% titan) einteilige « champions-implantate» made in germany. diese sind bioverträglich, ohne bekannte abstossreaktionen bzw allergien.
Die erfahrungen mit einteiligen systemen beruhen nunmehr auf 30 jahren. daraus hat sich das mimi konzept entwickelt, welches sich modifiziert durch laserunterstützung, in unserer praxis seit 2009 bestens bewährt.

Fazit

Festsitzende zähne mit sofortversorgung, je nach konfiguration mit sofortbelastung, ohne wartezeiten, ohne knochenaufbau, ohne sinuslift, weniger zeitaufwand, weniger materialaufwand, weniger komplikationen, patientenfreundlich und « last, but not least, » kostengünstiger als klassische verfahren. behandlungsdauer beträgt für festsitzende zähne in der regel 1 woche, für herausnehmbare 1 tag, ansonsten bis zu 8 wochen.